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Geschichte

Der Anfang

Frankfurt (Oder). Die Bevölkerung schrumpfte zwischen 1994 und 2006 um 20.000 Einwohner. 2006 standen 6.000 Wohnungen leer. Auf der anderen Seite der Brücke in Slubice dagegen herrschte Wohnungsnot unter den 17.000 Bewohnern.

Direkt an der polnischen Grenze steht die Europa-Universität Viadrina. Eine Universität, in der ein Drittel der Studierenden aus Polen stammt. Ein Ort, wo Studierende aus Deutschland und Polen zusammenkommen und zusammen lernen sollten. Leider war das aber überwiegend nicht der Fall. Nach den Vorlesungen fuhren viele Studierende zurück nach Berlin, während ihre polnische Kommilitonen*innen über die Brücke nach Hause nach Slubice gingen.

Eine Gruppe Student*innen der Viadrina hatte die Idee, den zum Abriss stehenden Plattenbau in der Forststraße zu retten und ihn „umzunutzen“ als Treffpunkt für Menschen aus Deutschland, Polen und aller Welt. Mit Unterstützung der Berliner Designgruppe anschlaege.de, der Stiftung des Collegium Polonicums und der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH haben die Studenten das Haus und die Ladenetage im Erdgeschoss renoviert. Neben Uni und Job wurde gemeinsam gebohrt, gerechnet und gesponnen, um letzendlich am 5. Juli 2006 den Schlüssel zum selbstverwalteten Studentenhaus ins Schloss stecken zu können.

Durch neue Studienanfänger und fförster, die es irgendwann in alle Winde verstreute, veränderte sich die Bewohnerschaft immer wieder. Doch das Ziel des fforst ist bis heute gleich geblieben: ein internationales Zusammenleben von Deutschen, Polen und Menschen anderer Nationen unter einem Dach.

Hier fängt Europa an.